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Guten Morgen! Was soll man noch sagen, wenn alles schon gesagt ist? Das leben verläuft in Wellen, nur die Täler werden tiefer und länger. Ich wurde heute gefragt, warum ich mich eigentlich so schlecht fühle- Job läuft und Musik mach ich ja auch noch, das ist doch was. Diese Frage und die Aussagen, haben mich ehrlich gesagt schon beschäftigt und ich denke ich muss versuchen eine Antwort auf diese Frage zu finden, das wird mir wahrscheinlich nicht abschließend gelingen, es ist jedoch so, dass zumindest in Ansätzen einige gedanken und Gefühle deutlich werden, welche das ganze zumindest versuchen zu beschreiben. Zunächst einmal ist es richtig, dass ich nen tollen Job hab (schreib ich ja auch oft genug und ich bin mir dessen durchaus bewußt), aber schon bei der Musik wirds schwierig- klar spiele ich fast jedes Wochenende irgendwo und ich krieg dafür auch noch recht anständiges Geld, nur ist die Musik in diesem Fall nunmal leider nicht viel mehr, als ein Job. Ich funktioniere- ich spiele, was von mir erwartet wird und was die Leute hören wollen. Dabei mach ich mich zum Obst, damit es auch was zu lachen gibt, aber mich selbst spiegelt die Musik, welche ich mache einfach nicht mehr wieder. Früher war das der grund Musik zu machen, heute ist es das Geld und Verträge. Niemand soll das jetzt in den falschen hals bekommen, es macht mir unheimlich Spass und ich fahre auch noch gerne auf Muggen, aber ich würde mich halt auch gerne einfach mal wieder selbst durch meine Musik ausdrücken können- einfach zu spielen was und wie ich bin, egal ob da nun 100 Leute vor der Bühne stehen, oder gar keine. Ist vielleicht von außen schwer nachzuvollziehen, aber mir fehlt das. Des weiteren ist es toll, wenn beruflich alles im Lot ist, nur leider gehöre ich nicht zu den Menschen, welche sich und ihr Leben über ihren Job definieren. Ich bin einfach immer auf der Suche nach einem Sinn, irgendetwas, was mir das Gefühl gibt, mein Leben nicht einfach nur zu verschwenden und das kann mir Arbeit allein nicht bieten. Aus dieser ewigen Suche und den damit verbundenen Niederlagen und Niederschlägen, erklärt sich wohl auch am ehesten meine derzeitige Stimmung und die ist keineswegs schlecht- vielmehr wird sie immer gleichgültiger und ich habe Angst, irgendwann die Suche einfach aufzugeben und den weg des geringsten Widerstandes zu gehen- das wäre ein Verrat an mir selber, aber vielleicht wäre das auch ein Weg irgendwie mit der Welt klarzukommen, was weiß ich. Noch ist es aber nicht so weit und ich werde zumindest kämpfen, bis mir dafür auch die letzte Kraft fehlt und wann das ist, ist noch nicht abzusehen. Wenigstens war mein Abend mal völllig schräg und total anders und mein dank geht an Frau K. welchen den Mist mitgemacht hat 😉 Wenn einer fragt wer`s war, schick ich die zu dir 😉 Ansonsten droht das Wochenende am Horizont, welches höchstwahrscheinlich ziemlich einsam und langweilig werden wird. Vor der Langeweile ist mir dabei nicht bang, nur die Einsamkeit ist gerade mal wieder ziemlich schwer zu verkraften. Dabei ist es keine physische Einsamkeit, eher dieses Gefühl des Alleinseins, ganz tief in mir. So und jetzt bin ich schon wieder ziemlich weit unten angelangt, obwohl ich das so nicht mehr wollte, aber heute musste der Mist mal wieder raus. Morgen gibts dann  wieder lustigere Texte mit den neuesten Entwicklungen in der Branche des Sextourismus und ähnlichen Gedankenspielen. Ich wünsch euch ne gute Nacht….


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