Ja, Herr und Meister!

Freitagabend in der Weihnachtszeit. Die Frau ist aus dem Haus und ich hüte selbiges mit meinem Mitbewohner. Also vielleicht ein guter Zeitpunkt für einen Gamingbeitrag der anderen Art. Ich hab mir jetzt endlich mal wieder ein analoges Spiel gegönnt- ich bin ja in allen Bereichen ein Spielemaxe. Deswegen hab ich mir das wunderbare Spiel „Ja, Herr und Meister“ zugelegt! Alleine dieses Spiel outet mich wahrscheinlich noch mehr als Nerd. Aber drauf geschissen. Um das Spiel ein wenig genauer zu erklären, muss ich denke ich einen etwas größeren Bogen schlagen. Ich spiele jetzt neben all dem anderen durchgeknallten Zeug auch schon seit knapp 20 Jahren Rollenspiele. Vor allem „Das Schwarze Auge„, aber auch Shadowrun und freie Systeme mit eigenen Welten haben es mir einfach angetan. Wenn ihr dazu vielleicht mal ein wenig mehr erfahren wollt, schreibt es in die Kommentare. Aber zurück zum Thema und der Frage, warum ich so weit aushole. „Ja, Herr und Meister“ ist eigentlich nichts anderes als ein Rollenspiel light. Rollenspiele sollen ja den Menschen die Möglichkeit geben in die Rolle anderer Personen zu schlüpfen und in diesen Rollen großartige Abenteuer in den verschiedensten Settings zu erleben. Von A wie Aventurien bis Z wie Zombies ist alles möglich. Diese Rollenspiesysteme regeln dabei so ziemlich alles- und damit meine ich wirklich alles. Wie gut kann ich Kämpfen ist genauso geklärt, wie die Frage wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, dass mein Charakter jetzt ein Glas blasen kann. Das ist eigentlich ne schöne Sache, aber zum einen erschwert es mit hunderten Seiten von regeln den Einstieg für neue Spieler extrem und zum anderen bleibt durch all die regeln und Werte oftmals das Spielen und Darstellen einer Rolle ziemlich auf der Strecke. Genau hier punktet „Ja, Herr und Meister!“ auf ganzer Linie. Denn es gibt keine Werte. Keine Würfel und keine Settingauswahl. Vielmehr geht es nur darum seine Rolle perfekt zu spielen und vor allem schlagfertig bis zum Ende zu sein. Also was ist zu tun. Die Spieler sind die Schergen es grandiosen Genies des Bösen. Dem dunklen Herrscher höchstselbst. Doch wie es in allen Mythen und Legenden zu oft passiert, scheitern diese perfekten Pläne des Bösen all zu oft, an opferungswilligen Helden oder anderweitigen Schwierigkeiten. Die Spieler müssen nun dieses Versagen ihrem dunklen Gebieter beibringen und am besten noch ihren Kopf retten, indem sie die anderen ans Messer liefern. Besser du als ich war nie treffender als hier. Dafür müssen sich die Schergen Geschichten und Ausreden ausdenken und diese so untertängist wie möglich an den dunklen Lord bringen. Nur dieser kann entscheiden, wessen Kopf rollen soll. Insofern eignet sich das Spiel zum einen um sich einmal nur dem Rollenspiel zu widmen und zum anderen eignet es sich grandios um jede Menge Spaß zu haben. Da mir das ganze so gefallen hat, dachte ich ich schreib hier mal was drüber und morgen muss meine Rollenspielgruppe dran glauben und mit mir spielen um das Rollenspiel zurück zu bringen. Und ich bin ein furchtbarer Meister. In diesem Sinne für alle durchgeknallten und nerdigen Typen, die hier so rumlaufen, eine ganz klare Empfehlung für dieses durchgeknallte und nerdige Spiel.

Ja, Herr und Meister! für 20,99 Euro bei Amazon – der größte Spass den man haben kann, wenn man die Hose anlässt!


Sags weiter...Share on Facebook
Facebook
Email this to someone
email
Tweet about this on Twitter
Twitter
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Ein Kommentar

  1. Pingback:Wochenrückblick #13 – Eradrion

Kommentar verfassen